Die sieben häufigsten Kameraeinstellungsfehler als Anfänger

Die Kamera einer Drohne korrekt einzustellen ist bereits die halbe Miete, wenn es darum geht ein exzellentes Foto zu schießen. Coole Flugmanöver können einem zwar dabei helfen einen besseren Winkel zu finden, allerdings kann eine falsche Kameraeinstellung einem leicht einen Strich durch die Rechnung machen und zu einer schlechten Aufnahme führen. Wir haben in diesem Beitrag sieben häufige Fehler zusammengefasst, um euch dabei zu helfen noch bessere Fotos zu schießen.

Belichtung

Warum nur sind manche Fotos manchmal komplett weiß oder schwarz? Zeit den Belichtungsmodus zu überprüfen. Hierbei kann man zwischen AUTO (automatisch) und M (manuell) auswählen. Es passiert leider recht häufig, dass man über- oder unterbelichtete Bilder erhält, wenn man nicht den AUTO-Modus verwendet. Beispielsweise verwenden einige Piloten den M-Modus und stellen eine angepasste Belichtungszeit ein, um bei Nacht bessere Aufnahmen zu erzielen. Wenn man nun vergisst bei Tag wieder auf den AUTO-Modus umzustellen, dann hat man den Schlamassel und bekommt ein komplett weißes Bild. Um solche Situationen zu vermeiden, empfehlen wir zuerst den AUTO-Modus auszuwählen und das Bild zu überprüfen. Einstellungen im manuellen Modus können anschließend für die Feinabstimmung vorgenommen werden.

Belichtungskorrektur

Ihr habt den korrekten Belichtungsmodus ausgewählt aber die Bilder sind immer noch zu hell oder dunkel? Dann sollte ein Blick auf die Belichtungskorrektur geworfen werden. Verändert den Wert solange, bis das Bild korrekt dargestellt wird. EV+ sorgt hierbei dafür, dass das Bild heller wird, während EV- es abdunkelt. Die ideale Einstellung für eine Aufnahme kann leider komplett falsch für einen anderen Schnappschuss sein. Stellt also immer den Wert so ein, dass er zu den spezifischen Lichtverhältnissen passt.

Seid jedoch gewarnt, dass man die Belichtungskorrektur nicht im Manuellen Modus verändern kann, da dieser von der Einstellung der ISO oder der Belichtungszeit abhängig ist.

ISO

Ihr habt zu viel Rauschen in den Bildern? Ein hoher ISO-Wert erlaubt es einem mit schnelleren Belichtungszeiten oder in Umgebungen mit wenig Licht zu arbeiten, erhöht allerdings auch das Rauschen. Pi mal Daumen kann man sich merken, dass bei normalem Tageslicht ein hoher ISO-Wert zu einem zu hellen und verrauschten Bild führt. Kombinieren wir also wie Sherlock Holmes, dann lässt sich schlussfolgern, dass der ISO-Wert in diesem Fall nach unten zu korrigieren ist.

Wenn man sich nicht sicher ist, wie man den ISO-Wert einstellen kann, versucht zunächst den automatischen ISO-Wert der Kamera.

Weißabgleich

Die Farben in euren Bildern passen irgendwie nicht zueinander? Dann kann dies daran liegen, dass zu viel oder zu wenig Weiß vorhanden ist. Verschiedene Lichtquellen haben unterschiedliche Farbtemperaturen. Da die Kamera dies nicht automatisch anpassen kann, muss die Farbtemperatur des Bildes manuell modifiziert werden. Um es so verständlich wie möglich zu machen: Die Kamera muss warme Farbtöne in kaltem Licht und kühle Farbtöne in warmem Licht hinzufügen, um das Bild zu erzielen, was man mit den eigenen Augen sieht. Wir empfehlen hierbei den automatischen Weißabgleich zu verwenden, da dieser in den meisten Situationen für ein solides Ergebnis sorgt.

Es sei noch angemerkt, dass der Weißabgleich auch in einem Programm zur Nachbearbeitung vorgenommen werden kann, ohne Einbußen bei der Bildqualität hinnehmen zu müssen, solange man im RAW-Format aufnimmt. Wenn man jedoch JPEG zur Aufnahme verwendet, kann es zu Qualitätseinbußen kommen.

Fokus

Bilder sind andauernd verschwommen? Ihr habt versucht den Fokus korrekt zu justieren, es hat aber einfach nicht geklappt? Dies kann passieren, wenn man den manuellen Fokus verwendet. Wechselt besser auf den automatischen Fokus. Allerdings sollte beachtet werden, dass es bei Dunkelheit eventuell zu empfehlen ist, den manuellen Fokus zu benutzen und Fokus-Peaking zu verwenden.

Format

Ist euch schon aufgefallen, dass die Fotoqualität abnimmt, nachdem ein Bild durch die Nachbearbeitung gegangen ist? In diesem Falle sollte man einen Blick auf das Bildformat werfen. DJI bietet drei Fotoformate an: JPEG, RAW und JPEG+RAW. Wir empfehlen für die Bearbeitung RAW zu verwenden. Einfacher Grund ist, dass RAW wesentlich mehr Informationen enthält und detaillierter ist als JPEG. Hierdurch kann man RAW Fotos bearbeiten, ohne Qualitätseinbußen hinnehmen zu müssen.

Fotos

Eure Drohne macht mehrere Fotos, obwohl man eigentlich nur ein Foto machen wollte? Drohnen von DJI unterstützen eine Vielzahl von Fotomodi: Einzelfotos, Serie, AEB, HDR, Intervall und mehr. Geht in die Fotoeinstellungen und stellt sicher, dass die Einzelaufnahme ausgewählt wurde.

Sich durch die verschiedenen Kameraoptionen durchzufriemeln kann auf den ersten Blick herausfordernd wirken, aber es ist den Preis wert. Lernt aus den oben genannten Fehlern und bringt eure Fotografieskills auf die nächste Stufe.

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