Mit der Spark auf Reisen: Tipps und Tricks für kinoreife Aufnahmen

Gastautor: Ignacz Szabolcs

Ignacz Szabolcs ist ein professioneller Drohnenfotograf aus Rumänien. Er hat 2014 mit der Drohnenfotografie und Drohnenvideografie angefangen und seinen ersten internationalen Wettbewerb 2015 gewonnen. Seine Bilder wurden in mehreren internationalen Magazinen und Büchern veröffentlicht und können in Ausstellungen bewundert werden. Ein echter Haudegen im Bereich Drohnenfotografie also. Hier geht es zu seiner Webseite.
In diesem Artikel berichtet er über seine Erfahrungen mit DJI der DJI Spark:

„In diesem Jahr war ich im Urlaub in Griechenland. Ich war besonders daran interessiert zu sehen, wie meine Spark sich schlägt. Da ich an den High-Performance Sensor der Phantom 4 Pro gewöhnt bin, war ich skeptisch, ob es wirklich Sinn macht, sich nur auf die Spark zu verlassen. Würde es mir gelingen, allein mit der Spark professionell aussehende Bilder zu schießen?

Um es vorweg zu nehmen, die Antwort ist „Ja“. Aber kommen wir zu den Details.

Mit der Spark reisen

Als die Spark auf den Markt kam habe ich mir eine Fly More Combo vom DJI Store zugelegt. Um die perfekte Kontrolle über die Drohne zu erhalten sollte man sich eine Fernsteuerung zulegen. Diese bietet einem unter anderem eine höhere Reichweite. Ich bin der festen Überzeugung, dass man für jeden Drohneneinsatz mindestens zwei Batterien im Gepäck haben sollte. Für die Spark jedoch empfehle ich mindestens drei Batterien. Auch ist die Reisetasche eine perfekte Ergänzung, um die Spark, zwei Batterien und die Fernbedienung komfortabel zu transportieren.

Eine Sache hat mir jedoch schon Sorgen bereitet bevor es losging: Der Check-In beim Airport. Glücklicherweise ging dies jedoch problemlos und ich konnte die Tasche als Handgepäck minehmen. Ein Sicherheitshinweis jedoch: Der Ladestand der Batterien sollte weniger als 30% betragen, wenn es in den Flieger geht.

Für Fotos:

Tipp: Recherche vor der Ankunft

Mache immer eine kurze Recherche über Dein Ankunftsziel bevor es losgeht. Ich verwende z.B. gerne Google Maps um interessante Orte ausfindig zu machen.

Tipp: Sei kreativ und mach interessante Fotos 

Sicherheit ist natürlich immer oberstes Gebot. Wenn Du allerdings Deine Drohne ziemlich gut beherrschst, dann kannst Du darüber nachdenken, den Propellerschutz abzunehmen. Dieser ist eher für das Training am Anfang gedacht. Ironischerweise macht er das Fliegen nicht unbedingt sicherer, zieht er die Spark durch sein Gewicht doch nach unten und kann somit zum gefürchteten Wirbelringstadium und zu verwackelten Aufnahmen führen.

Mein Motto war immer „sei kreativ und erstelle interessante Fotos“. Allerdings hilft es natürlich auch, wenn die Locals offen für neue Ideen sind. Meine Erfahrung mit Griechen ist, dass diese extrem freundlich und sehr hilfsbereit sind.

Auf den ersten Blick sieht mein erstes Foto aus wie eine gewöhnliche Luftaufnahme eines Hafens mit Autos und Yachten. Weit gefehlt. Wenn man genauer hinsieht entdeckt man eine interessante Komposition. Ich habe zwei Autobesitzer darum gebeten, ihre Autos an einer bestimmten Stelle zu parken.

Könnt Ihr sehen, was ich aufnehmen wollte? Zwei Alligatoren, welche sich gegenseitig ihre Zähne zeigen. Die Autos stellen die Augen dar. Ich nenne dieses Bild „Ewiger Kampf“.

Tipp: Plane Deine Trips und kehre zum selben Platz zurück, wenn es sich lohnt

Die Flugzeit der Spark liegt bei 11-13 Minuten, allerdings sieht die kleine Insel so einzigartig aus, dass es schade gewesen wäre, wenn ich kein 360° Panorama gemacht hätte.

So ging es am nächsten Tag mit voller Batterie erneut auf die Insel und ich konnte 34 Bilder schießen, welche zusammen ein umwerfendes Bild ergeben haben. Schaut mal: Der Hafen sieht aus wie ein kleiner Planet!

Tipp: Verwende den Sportmodus um Objekte einzufangen, welche sich schnell bewegen

Ich bin an hohe Geschwindigkeiten gewohnt wenn ich mit meinen anderen Drohnen fliege. Mit Hilfe der Fernsteuerung kann man mit der Spark im Sportmodus eine Geschwindigkeit von 50 km/h erreichen. In diesem Modus kann man die Kamera allerdings nicht nach unten richten. Du musst also zurück in den Normalmodus gehen um eine Top-Down-Aufnahme zu machen.

Verwende den Sportmodus um sich schnell bewegende Objekte aufzunehmen. In meinem Fall wollte ich die weiße Schaumspur aufnehmen, die ein Jet Ski hinterlässt, wenn er im Meer cruist. Ich nenne diese Komposition „Wasserschlange”.

Das nächste Bild nenne ich „Der Carrier”. Es zeigt ein Boot, dass einen Pulk Autos von einem Ufer ans nächste bringt. Ich denke, dass es mir mit diesem Foto gelungen ist, einen Moment festzuhalten, ohne die Zeit einzufrieren. Ich wollte Bewegung mit Hilfe des Bildes suggerieren. Die Wellen hinterm Boot haben ihre maximale Höhe bereits erreicht und ebben ab. Ich denke, dass hierdurch Bewegung ziemlich deutlich dargestellt wird.

 

Das nächste Bild heisst „Duo” und zeigt zwei Boote, welche nahezu bewegungslos verharren. Aber es ist so viel mehr als das, wenn man einen genaueren Blick drauf wirft. Man kann das sanfte Rauschen des Meeres weit unter einem förmlich spüren. Die Boote scheinen auf einem türkisen Plastikstück zu schwimmen.

Hinweis: Alle Bilder wurden mit Hilfe von Adobe Lightroom optimiert. Helligkeit, Belichtung, Kontrast, etc. wurden verändert.

Für Videos

Die Spark erlaubt es Videos in 1080p 30 fps aufzunehmen. In meinen Videos kannst einige Aufnahmen der Insel Evia sehen. In der Zukunft wird es hoffentlich für Spark Fans möglich sein, 24 fps und Bildprofile zu nutzen.

Tipp: Verwende nicht den Sportmodus wenn Du Videos aufnimmst

Vermeide den Sport Modus bei Videoaufnahmen. Dies führt lediglich dazu, dass die Propeller ins Bild geraten und die Aufnahme verwackelt. Fliege immer im normalen Modus. Wenn Du besonderen Wert auf stabile Aufnahmen legst, dann aktiviere den Stativmodus. Um ehrlich zu sein, mag ich keine automatischen Funktionen so dass ich am liebsten alles manuell einstelle.

Hinweis: Halte Deine Drohne immer in Sichtweite damit sicheres Fliegen garantiert ist. Meist ist es nützlich jemand weiteren als Beobachter im Schlepptau zu haben. Vier Augen sehen bekanntlich besser als zwei.

Lohnt es sich eine Spark zu kaufen?

Für mich ist die Spark zweifelsfrei das Produkt des Jahres von DJI. Wenn Du viel reist, Deine Drohne zu 99% mit Dir führst und Du Wert auf einen schnellen Setup legst (bei mir beträgt die Zeit vom Auspacken bis die Spark in der Luft ist 20 Sekunden) dann ist die Lage eigentlich klar wie Klosbrühe. Hol Dir die Fly More Combo für eine noch krassere Experience.

Für Profi-Fotografen wäre die Spark perfekt, wenn sie über RAW, 24 fps Video und Bildprofile verfügen würde. Das soll aber nicht heißen, dass Du keine Aufnahmen auf Profi-Niveau aufnehmen kannst. Es hängt hauptsächlich von Deinem kreativen Potential und Deinem Skillset ab, um das Maximum aus der Spark herauszukitzeln.“

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